Heute Vormittag wartete ich auf Bettina, die bei fremdsehen für die Technik zuständig ist. Sie kam ungefähr um 10.30 Uhr und wir saßen zusammen im Garten, haben lange über die Bühnenshow geredet und auch die technischen Details besprochen. Nach einer Stunde musste Bettina weg und Annalena kam. Wir haben den Probenplan für nächste Woche fertig gemacht und kaum haben wir angefangen zu quatschen, war es bereits Mittag. Uli, meine "Gastmama", kam nach Hause und fragte: "Wer mag Wurstsalat?" und ich antwortete voller Hunger: "Jaaa, bitte danke!". Und so sah er aus, mein Wurstsalat ... mmmmmh lecker!
Während des Essens redete ich mit Annalena über kulturelle Unterschiede - sie lernte Neues von meine Kultur kennen und ich von ihrer. Unser Gespräch kreiste hauptsächlich um die Jugend - zum Beispiel sprachen wir über das Thema Kirche. Ich erzählte, dass in meinem Land und in meiner Gemeinde die Kirche voll ist mit jungen Leuten. Hier sieht es eher anders aus: Jugendliche haben immer weniger Interesse an der Kirche, weil sie auch nichts anbietet, was junge Leute spannend finden.
Und so kamen wir vom einen zum anderen und plötzlich war es fünf vor zwei! Wir hatten total die Zeit übersehen und tauchen mit einiger Verspätung bei der Hauptschule auf. Dort warteten bereits die TänzerInnen. Wir haben zwei Stunden lang intensiv geprobt und als "Belohnung" für die Mühen sind wir anschließend zum Baden und Abkühlen zum Putterersee gefahren.
Es hat Spaß gemacht, sich mit den Kindern und den zwei Müttern, die auch dabei waren, zu unterhalten.
Abends wollte ich in Irdning zu einem Fest der Blasmusikkapelle gehen. Ich war am bei mir "zu Hause" am Bauernhof und der Herr Titschenbacher, der Bürgermeister, kam. Es war geplant, dass ich mit ihm und seiner Familie in den Ort fahre. Aber nichts da! Er meinte: "Zuerst fahren wir auf die Alm in Donnersbachwald!". Das fand ich ziemlich interessant, also bin ich mitgefahren, um Kühe zu zählen. Wir fuhren mit dem Auto eine steile Straße nach oben und standen plötzlich inmitten von Kühen.
Angelockt wurden sie so: "Hei do, hei do!".
Ich fragte ganz verwundert: "Was heißt bitte 'Hei do'?" Jetzt weiß ich, dass es einfach "Hier da" heißt.
Aber über eine Sache wundere ich mich jetzt noch: Wie konnte bloß Kuh Kacke auf meiner Schulter landen?? Fragt mich nicht - ich habe einfach nur mehr gelacht...
Wir fuhren immer weiter nach oben und ich fand es echt beeindruckend, dass alle Kühe komplett still standen, sobald sie ihren "Chef", den Herrn Bürgermeister, sahen.
Später sind wir dann doch noch zum Hauptplatz gefahren und da gab es Musik, Wurst, Bier, Weiße Spritzer - und ich fand es einfach Hammer!
Dort bin ich bis halb 12 gewesen - dann war ich so müde, ich schaffte es nicht mal mehr zu stehen. Margret fuhr mich dann nach Hause. Ich wollte noch Bloggen - ehrlich - aber ich war so unglaublich müde, ich hüpfte sofort ins Bett und war schon im Land der Träume.
Gruß, Mercy